Die Caumaseemulde

Luftbilder zeigen eindeutig, dass die Caumaseemulde von den grossen Schuttzügen ausgelassen ist . Der stärkste Beweis dafür ist, dass die mächtige Moräne des Vorderrheingletschers erhalten geblieben ist (vgl. Luftaufnahme Flims). Nur in Staderas wurde sie von den Schuttmassen weggefegt. Sie ist durch die neue Umfahrungsstrasse durchschnitten. Vom Campingplatz bis zum Tuleritgsee ist sie durch den Pultebach aufgeschlossen. Ihr Kamm kann abgeschritten werden. Im Osten der Val da Porcs (vgl. Bild 3) verschwindet sie im Lifthang, dessen untere Hälfte Moränenhang ist. Die obere Hälfte besteht aus aufgesetzem Bergsturzschutt. Am Fuss des Steilhangs liegt Gehängeschutt. Im Westen des Sees liegt sehr grobes Material, das bei der Richtungsänderung der Sturzmassen seinen Weg nach Süden fortsetzte und den tiefen Graben zwischen Talabhang und Bergsturzmassen Mutta auffüllte. Hinter dem westlichen Seende ist dieser Graben teilweise in einem sehr steilen Hang noch erhalten (Vgl. Karte 1:10 000).

Das eigentliche Caumaseebecken weist nur vereinzelt Trümmer auf. Nur die Ränder haben Bergsturzmaterial bzw. Gehängeschutt (vgl. Bild 1a, Bild 1b, Bild 1c, Bild 1d). Die Caumaseemulde war vor dem Bergsturz eine Terrasse mit einem steil abfallenden Südhang. Der grosse Stein muss gewachsener Fels sein, ebenso der Felskopf der Insel und die Steine der westlichen Halbinsel, wo der Geologe Handke Gletscherschliff ausmachte. Vor diese Terrasse schob sich das Schuttmaterial von Cassons, das im Rheingraben sehr dicht gepresst ist und Wasser aufstauen kann. Der Graben muss anfänglich breiter und tiefer gewesen sein. Der später anfallende Gehängeschutt verengte ihn. Deshalb bildet das Gebiet Cotglera westlich und südlich des Sees eine weite Terrasse mit unebener Oberfläche aber ohne grobe Blöcke. An ihrem Westende ist der Felskopf Crest Ner. Er ist durch einen Rücken mit dem Talabhang im Norden verbunden und trennt die Geländekammer Tuleritg von der Caumamulde (Vgl. Karte 1:10 000 und Wasserbewegungen Flimserstein Caumasee).

Das im Caumaseebecken anfallende Wasser aus dem Uaul Pign muss tief fliessen und dann aufstossen. Deshalb gefriert der See auch im Winter nicht und deshalb sorgt das warme Karstwasser vom Flimserstein und Cassons im Sommer für einen Badesee, der die Temperatur des Zürichsees im Vorsommer übersteigt.

Wenn die Geologie und Topographie des Caumabeckens so eklatant falsch beschrieben ist, wie es bisher geschah, muss jede Theorie zum Caumaseewasser falsch sein (vgl. Auszüge aus SISKA Bericht).

 

 
 

Allgemeine Orien-
tierungshilfen und
Grundlagen für die
Landschaftsbetrachtung

Luftaufnahme Flims
Kartenausschnitt 1:10'000

Schwemmmulde Flims
Luftbild Swissair,
Oskar Bieder, 1924

Das neue Tal nach dem
Bergsturz