Warum ich mich zu einem Internet Auftritt entschloss

Der Caumasee ist ein Naturwunder. Wegen dem See wurde Flims zum Kurort. Beim Tunnelbau zur Umfahrung Flims wurden riesige Wassermassen angeschnitten und in der Folge sank der See um knapp zwei Meter ab. Die Verantwortlichen allerdings wollten das nicht zugeben und es entstand eine Expertise nach der anderen um zu „beweisen“, dass der Tunnelbau daran nicht Schuld sei. Ich konnte mich immer nur in knappen Leserbriefen äussern. Schliesslich gab es Teilzugeständnisse und natürlich musste auch der “Klimawandel“ herhalten. Grotesk war, dass man behauptete, eine Zuleitung des Tunnelwassers zum See würde ihm schaden. Er verliere seine Farbe und seine geheimnisvolle Trübung. (Der See ist nur trüb, wenn er auftreibt und ist ab Nachsommer glasklar und warum soll er nicht blau sein?) Das einzig brauchbare Wasser sei jenes aus einem Quellbach in Tarschlims. Dieses Wasser müsse über den Pultebach zum Tuleritgsee geleitet werden, von wo es zum Caumasee gelange. Viermal im Herbst von 2006 bis 2009 geschahen Umleitungen von 0.3 Mio m3. Sie nützten nichts, (Gutachten Löw) wurden aber als Erfolg ausgewiesen, was dazu führte, dass die Gemeindeabstimmung über die Turbinierung des Tunnelwassers im Herbst 2009 gewonnen wurde. Mit 0.3 Mio m3 soll also der Schaden behoben werden, den 13 Mio m3 angerichtet haben. Das reimt sich nicht. Zudem stimmt die Wasserqualität nicht: im Tunnel fliesst altes, warmes Karstwasser und nicht Gletscherwasser.

Die Geschichte leuchtet nur ein, wenn man weiss, dass die Gesamtmenge des Tunnelwassers (angeschnittene Quellen und früher im Dorf ausgetretenes Quellwasser) 15 Mio m3 ausmachen. Das sind 15 % des Volumens des Stausees von Zervreila. Das gibt sehr viel „Ökostrom.“

 

 

Allgemeine Orien-
tierungshilfen und
Grundlagen für die
Landschaftsbetrachtung

Luftaufnahme Flims
Kartenausschnitt 1:10'000

Schwemmmulde Flims
Luftbild Swissair,
Oskar Bieder, 1924

Das neue Tal nach dem
Bergsturz